Der runde Tisch zur Bewältigung der Brandkatastrophe vom 1. Januar 2026 im Le Constellation in Crans-Montana ist zusammengesetzt. Wie das Bundesamt für Justiz am 8. Oktober mitteilte, gehören ihm Vertretungen der Opfer und Angehörigen, der Behörden sowie der Privat- und Sozialversicherungen an. Präsident ist Laurent Kurth.
Das vom Bund organisierte Format soll aussergerichtliche Vergleichslösungen zur Entschädigung fördern. Es ersetzt weder ein Gericht noch entscheidet es über die rechtliche Anerkennung als Opfer. Die Teilnahme ist freiwillig und unverbindlich; ein Ergebnis hängt deshalb von der Bereitschaft der beteiligten Personen und Institutionen ab.
Nicht alle Betroffenen können direkt am Tisch sitzen. Opfervereine und spezialisierte Anwälte vertreten mehrere Betroffene. Zusätzlich sollen alle interessierten Opfer und Angehörigen in bestimmten Phasen Einsicht in die ausgearbeiteten Vorschläge erhalten und Stellung nehmen können. Wer sich nachträglich beteiligen möchte, kann sich beim Sekretariat des runden Tischs melden.
Die erste Sitzung ist nach Angaben des Bundes für diesen Herbst vorgesehen. Die Gespräche bleiben grundsätzlich vertraulich, während die am Ende festgelegten Grundsätze und Kriterien veröffentlicht werden sollen. Eine «groupe de réflexion» mit Fachleuten aus Recht, Verwaltung, Wissenschaft und Versicherungswesen unterstützt die Arbeit. Konkrete Vergleiche liegen mit der nun bekanntgegebenen Zusammensetzung noch nicht vor.
