POLITIK | 19. Oktober 2026
Die Schweiz und das Vereinigte Königreich haben am 16. Oktober in Bern ihren strategischen Dialog geführt. Staatssekretär Alexandre Fasel traf Lord Wood of Anfield, den britischen Staatsminister für Aussenpolitik. Laut Eidgenössischem Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) standen bilaterale Beziehungen sowie europäische und internationale Fragen auf der Agenda.
Besprochen wurden Politik, Wirtschaft, Finanzdienstleistungen und Handel. Die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen waren im Juli 2026 abgeschlossen worden; die Mitteilung zum Dialog erklärt jedoch nicht, dass das Abkommen bereits ratifiziert oder in Kraft gesetzt sei. Das Finanzdienstleistungsabkommen zwischen beiden Ländern gilt seit Januar 2026 und soll den Marktzugang für Schweizer Anbieter im Vereinigten Königreich verbessern.
Weitere Themen waren Mobilität, Demokratie, Sicherheit, künstliche Intelligenz und die für 2027 in Genf geplante internationale KI-Konferenz unter Schweizer Gastgeberrolle. Auch die Beziehungen der Schweiz zur EU und die Zusammenarbeit zwischen Grossbritannien und der EU kamen zur Sprache. Für das OSZE-Ministertreffen vom 3. und 4. Dezember in Lugano wurde laut EDA ebenfalls ein Austausch vorgesehen.
Die Mitteilung dokumentiert einen regelmässigen politischen Dialog, aber keine neue Vereinbarung oder konkrete gemeinsame Massnahme, die am 16. Oktober beschlossen worden wäre. Für die wirtschaftlichen Beziehungen bleiben daher die Umsetzung des bereits geltenden Finanzabkommens und die nächsten Schritte beim ausgehandelten Freihandelsabkommen entscheidend.
Quelle: EDA, veröffentlicht am 16. Oktober 2026. Das Titelbild ist eine KI-generierte symbolische Illustration.
