Der Schweizer Aussenhandel ist im dritten Quartal 2026 weiter gewachsen. Saisonbereinigt stiegen die Exporte gegenüber dem Vorquartal nominal um 2,6 Prozent auf 75,0 Milliarden Franken. Preisbereinigt, also real, betrug das Plus 3,3 Prozent. Das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit meldete die Zahlen am 20. Oktober. [1]
Importe erreichen nominalen Rekord
Die Einfuhren nahmen nominal um 1,8 Prozent auf 61,0 Milliarden Franken zu und erreichten damit einen Höchststand. Real gingen sie jedoch um 1,4 Prozent zurück. Dieser scheinbare Widerspruch zeigt den Einfluss der Preise: In Franken gerechnet wurde mehr importiert, die preisbereinigte Warenmenge fiel dagegen geringer aus. [1]
Die Unterscheidung zwischen nominalen und realen Werten ist für die Einordnung zentral. Nominale Zahlen bilden den aktuellen Geldwert ab; reale Zahlen korrigieren Preisveränderungen und zeigen eher, wie sich das Volumen entwickelt hat.
Überschuss von 14 Milliarden Franken
Weil der Wert der Ausfuhren den der Einfuhren deutlich übertraf, resultierte ein Handelsbilanzüberschuss von 14,0 Milliarden Franken. Im zweiten Quartal hatten die Exporte nominal 73,2 Milliarden und die Importe 59,3 Milliarden Franken erreicht. Der Vergleich unterstreicht, dass beide Warenströme im dritten Quartal in Franken gerechnet weiter zunahmen. [1][2]
Gute Exportzahl, aber kein Gesamtbild der Konjunktur
Der Anstieg der realen Exporte ist ein positives Signal für die Auslandsnachfrage nach Schweizer Waren. Ein einzelnes Quartal erlaubt jedoch keine abschliessende Aussage über die gesamte Wirtschaft. Der Warenhandel erfasst weder alle Dienstleistungen noch Binnenkonsum, Investitionen oder Beschäftigung. Zudem kann die Entwicklung von einzelnen grossen Branchen und schwankenden Preisen geprägt sein.
Die nächsten Quartale werden zeigen, ob sich das reale Exportwachstum fortsetzt und ob die realen Importe nach dem Rückgang wieder anziehen.
*Bild: KI-generierte Illustration; OpenAI / Redaktion Helvetia.rocks; Lizenz: AI-generated.*
