Die Liosaplast AG stellt ihren Betrieb in St. Margrethen definitiv ein. Nach Abschluss und Auswertung des gesetzlich vorgeschriebenen Konsultationsverfahrens hat der Verwaltungsrat die Schliessung beschlossen. Eine tragfähige Lösung zur Weiterführung des Unternehmens kam nicht zustande. Betroffen sind alle 32 Arbeitsplätze, darunter die Stellen von drei Lernenden. [1]

Ende November soll der Betrieb stillstehen

Die Unternehmensleitung informierte die Belegschaft am Montag, 19. Oktober, über den Entscheid und das weitere Vorgehen. Die operative Geschäftstätigkeit soll Ende November eingestellt werden. Gemeinsam mit dem Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons St. Gallen, den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren und weiteren regionalen Stellen sollen Anschlusslösungen und neue Beschäftigungsmöglichkeiten gesucht werden. Für die drei Lernenden sollen Berufsbildungsstellen und Ausbildungsbetriebe eine Fortsetzung der Ausbildung ermöglichen. [1]

Verlust eines Grosskunden belastet die Firma

Als Gründe nennt das Unternehmen eine seit mehreren Jahren schwierige wirtschaftliche Entwicklung. Besonders der Verlust eines bedeutenden Grosskunden habe zu ungenügender Auslastung geführt. Hinzu kamen internationaler Wettbewerb und Preisdruck. Kostensenkungen, betriebliche Anpassungen und Kurzarbeit hätten keine ausreichende und nachhaltige Verbesserung der Ertrags- und Liquiditätslage gebracht. [1]

Liosaplast wurde 1970 gegründet und ist auf funktionelle und dekorative Kunststoffbeschichtungen für industrielle Anwendungen spezialisiert, darunter Pulver- und Nasslackbeschichtungen. [3]

Einordnung des Begriffs Konkurs

Blick verwendet den Begriff «Konkurs» in der Schlagzeile. Die aktuelle Mitteilung von Liosaplast, die der Rheintaler wiedergibt, bestätigt die definitive Betriebsschliessung, enthält aber keine Angaben zu einer Eröffnung des Konkursverfahrens. Die rechtliche Einordnung lässt sich aus diesen Angaben allein nicht abschliessend bestimmen. [1][2]