Die Schweizer Armee zählte am 1. März 2026 insgesamt 147’017 Angehörige, die in Formationen eingeteilt waren. Nach der am 6. Oktober veröffentlichten Armeeauszählung reicht dieser Bestand derzeit aus, um die verlangten Leistungen zu erbringen und im Einsatzfall einen Sollbestand von mindestens 100’000 Angehörigen sicherzustellen. Die Zahl von 147’017 ist deshalb nicht mit der gleichzeitig verfügbaren Einsatzstärke gleichzusetzen.

Für die kommenden Jahre erwartet die Armee einen Rückgang. Bis 2030 soll der Bestand unter 130’000 fallen. Als Grund nennt sie unter anderem, dass 2028 und 2029 die letzten beiden Jahrgänge mit einer zwölfjährigen Militärdienstpflicht aus der Armee entlassen werden. Gleichzeitig habe sich der Anteil der für den laufenden Ausbildungsbetrieb verfügbaren Angehörigen gegenüber dem Vorjahr um 2,5 Prozentpunkte verbessert.

Die Nachwuchsgewinnung wäre nach Einschätzung der Armee bei einer Militärtauglichkeitsquote von 70 Prozent und moderatem demografischem Wachstum grundsätzlich gesichert. Problematisch seien jedoch vorzeitige Abgänge, besonders in den Zivildienst: Pro Jahr gingen derzeit knapp 12’000 Militärdienstpflichtige verloren. Diese Angabe beschreibt Abgänge aus der Militärdienstpflicht und nicht einen jährlichen Rückgang des gesamten Armeebestands um exakt dieselbe Zahl.

Der Frauenanteil steigt laut Mitteilung weiterhin leicht, unter anderem weil viele Frauen eine Kaderlaufbahn wählen und dadurch länger dienstpflichtig bleiben. Ein obligatorischer Orientierungstag könnte den Anteil langfristig erhöhen; die entsprechende Vorlage liegt beim Parlament, eine Volksabstimmung wird für 2028 erwartet. Parallel konsultiert der Bund die Kantone zu den Eckwerten einer Sicherheitsdienstpflicht. Welche Massnahmen beschlossen werden und wie sie den Bestand verändern, ist damit noch offen.